Projekt Jork
Stationäre Therapie für Drogenabhängige

Adaptionsphase - Ziele

  • Beginn einer Arbeits- und Belastungserprobung mit maximal 20 Stunden pro Woche. Diese Arbeit soll den persönlichen Möglichkeiten und Wünschen entsprechen und findet außerhalb der Therapeutischen Gemeinschaft statt
  • Bearbeitung der in Schule oder Beruf aufgetretenen Schwierigkeiten
  • Fortsetzung der Auseinandersetzung mit prägenden persönlichen Lebenserfahrungen
  • Aufbau neuer sozialer Kontakte außerhalb der Einrichtung (suchtmittelfreier Freundes- und Bekanntenkreises, der auch nach der Therapie unterstützend wirkt)
  • weitere Entwicklung und Erprobung von Freizeitinteressen
  • Bewältigung von kritischen Situationen im Alltag, die einen Rückfall nach sich ziehen können

Aktivität1

Ziele in den letzen Wochen der Adaptionsphase:

  • Beschaffung und Einrichtung einer eigenen Wohnung, Klärung der Finanzierung des Lebensunterhalts, Ablösung von der Einrichtung
  • einer Selbsthilfegruppe
  • systematische Überleitung in die Nachsorge

Eine kontinuierliche Nachbetreuung über einen längeren Zeitraum ist im Regelfall notwendig, um den Rehabilitationserfolg zu sichern. In der Regel nehmen die Klientinnen und Klienten mit der Nachsorge des Projekts Jork, eines anderen Trägers oder einer Selbsthilfegruppe Kontakt auf, so dass ein lückenloser Übergang von der Adaption in die Nachbetreuung erfolgt.

Aktivität2

 

Adaptionsphase - Programmelemente

  • im Regelfall Arbeit, Schule, Ausbildung oder Praktikum als Belastungserprobung
  • Gruppen- und Einzeltherapie
  • Krisenintervention
  • medizinische Betreuung
  • Einzelberatung (sozialrechtliche Angelegenheiten, Wohnung usw.)
  • Arbeits- und Freizeitgruppen
  • Haushaltsführung, Tagesplanung
  • individuelle Therapievereinbarungen

Die Betreuung erfolgt durch das Mitarbeiter-Team an sechs Tagen in der Woche sowie durch Bereitschaftsdienste.

Mit der stärkeren Ausrichtung auf die soziale und berufliche Integration ist das Programm der Adaptionsphase stärker nach „außen“ orientiert als das Programm der Entwöhnungsphase, enthält jedoch mehr oder weniger dieselben Bestandteile. Im Laufe der Zeit nehmen die psychotherapeutischen Anteile zugunsten der arbeits- und wohnungsbezogenen Bemühungen ab.

Betreuerin

© 2007-2008 Jugendhilfe e.V.